25. April 2009

Erste kommerzielle Referenz fertig: camerata-koeln.de

Schon vor einigen Tagen offiziell fertig gestellt, habe ich erst jetzt Zeit gefunden, meine erste Website, die ich für Geld gemacht habe, auch hier im Blog anzukündigen: camerata-koeln.de.

Vorher äußerst unstrukturiert (unabsichtlich wechselnde Hintergründe bei manchen Seiten oder keinen Rahmen als Begrenzung – um nur mal ein paar Beispiele zu nennen) und auch sonst nicht sehr schön (häßlich unformatierte Tabellen …), geht diese Website jetzt auf den Pfad der CSS- Tugend.

Zur technischen Umsetzung

  • So sieht die Grundstruktur des Markups, die sich schon bei meinen beiden anderen Referenzen bewährt hat, aus:
<div id=”wrapper”>
  <div id=”kopfbereich”></div>
  <div id=”textbereich”></div>
  <div id=”fussbereich”></div>
</div>
  • Das CSS besteht aus einer einzigen Datei bildschirm.css. Auf ein Stylesheet für eine druckbare Version der Seite wurde verzichtet.
  • Die Navigation oben rechts wurde im Registerkarten- Stil (“Sliding doors”) umgesetzt.
  • Für diverse Seiten wurden PHP/mySQL- Skripte von Johann- Christian Hanke eingesetzt (beispielsweise bei der Diskographie seine raffinierte Blätterklasse).

Auf irgendwelche Spielereien mit Javascript wurde diesmal verzichtet.

Was gibt es hier (bzw. dort)?

Die Präsenz camerata-koeln.de ist sozusagen die Firmenpräsenz vom Musikensemble Camerata Köln. Hier gibt es:

  • Einen Übersichtstext zur Geschichte von Camerata Köln
  • Lebensläufe und Bilder der einzelnen Mitglieder
  • Eine Diskographie
  • Einen Blog
  • Die Möglichkeit, einen Newsletter, der über Neuigkeiten informiert, zu abonnieren
  • Die Möglichkeit, über ein Kontaktformular – na ja – Kontakt zu Camerata Köln aufzunehmen. smile

Feedback zur Website sind erwünscht.

24. April 2009

Selten dämlicher Kommentar gegen Latein

Schon in der Presse am 20.3.2007, ist dieser Kommentar gegen Latein (Titel: Schafft Latein ab) trotzdem so schön, dass ich ihn hier noch einmal rezitieren möchte. Kursiv und eingerückt daher die Kolumne und zwischen den einzelnen Passagen einige Bemerkungen von mir.

Los geht’s:

Ich gehe in einen Italienischkurs.

Schön. Italienisch ist eine schöne Sprache, so melodisch.

Ich verrate das ungern, weil ein Kollege von mir neulich im Scherz gemeint hat, er mutiere langsam zum Spießer, und wenn das so weitergehe, werde er noch Yoga betreiben oder einen Italienischkurs in der Volkshochschule besuchen, haha – und bei mir ist es zwar nicht Yoga, sondern Pilates, und ich besuche nicht die Volkshochschule, sondern das Italienische Kulturinstitut. Aber die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen.

Was zum Henker soll daran spießig sein, eine Sprache zu lernen? Was soll daran spießig sein? Ich weiß es nicht …

Zwei Lektionen habe ich schon hinter mir, es ist also noch zu früh, um zu sagen, ob ich im Sommer imstande sein werde, mich mit Bademeister Emilio zu unterhalten, der immer geduldig genug war, zu entschlüsseln, was mein Mann und ich mit unserem Gefuchtel meinen. Aber immerhin haben mir zwei Lektionen gereicht, um bestätigt zu finden, was ich vermutet hatte: Latein hilft gar nichts. Nada. Niente. Rien. (Ich hoffe, das stimmt jetzt).

Ist es nicht herrlich? Nach zwei Lektionen weiß sie zwar noch nicht, ob sie je sich mit einem italienischen Bademeister unterhalten wird können (warum zum Teufel erwähnt die seinen Namen? Und dass er immer geduldig genug war, zu entschlüsseln, was mein Mann und ich mit unserem Gefuchtel meinen? Das will doch kein Mensch wissen …), sie weiß jedoch schon, dass ihre Lateinkenntnisse ihr nicht dabei helfen werden. Aber dass Niente von lateinisch nihil abgeleitet wird, ist doch nicht so schwer zu erkennen, oder?

Nun ist es ja nicht so, dass mir Italienisch schwer fällt, im Gegenteil: fare erinnert mich ans französische faire, cancellare ans englische to cancel, dormire ist gleich dormir… Und so bastle ich mir mein Italienisch zusammen – nur an Latein habe ich noch kein einziges Mal gedacht, obwohl ich sechs Jahre Latein hatte und nur vier Französisch.

Aber dass sowohl fare als auch faire vom lateinischen facere kommen, daran haben Sie noch nie gedacht? Oder – noch besser – dormire: Da ist jeder Buchstabe gleich!

Jetzt will ich nicht behaupten, dass das Italienische mit dem Lateinischen gar keine Ähnlichkeit aufweist. Vielleicht tut es das ja. Wahrscheinlich sogar.

Was heißt wahrscheinlich sogar? Natürlich ist Lateinisch dem Italienischen ähnlich. Ist ja schließlich seine Muttersprache. Und diese Ähnlichkeit kann manchmal sogar komplette Gleichheit ablösen (Beispiel: dormire — dormire).

Der Punkt ist: Ich weiß es nicht, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was daher rührt, dass diese Sprache mausetot ist. Ja, ich bin versucht zu sagen: toter, totest. Toter als damals, als diese Sprache auch schon tot war, aber noch der eine oder andere lateinische Satz in der Kirche zu hören war. Und weil sich mein Gehirn nicht merkt, was es 20 Jahre nicht gebraucht hat – Voilà. Ecco. Nix mehr da.

Hier muss ich kurz den Kommentar von Martin Schmid zitieren: “Der Punkt ist: Sie können gar nicht (mehr) Latein, was eventuell mit Ihrem Merkvermögen zusammenhängt, mehr wohl aber noch mit der Tatsache, dass Ihnen Latein als tote Sprache beigebracht wurde.” Richtig so!

Aber die Fremdwörter? Da hab ich die lateinischen auch nicht leichter erlernt als die aus dem Griechischen stammenden. Medizin? Soll man jahrelang Latein büffeln, um sich ein paar Knöchelchen besser zu merken? Die Grammatik? Ach, das Italienische hat doch auch eine Grammatik! Ich wünschte, ich hätte Italienisch gelernt statt Latein. Dann wäre ich jetzt vielleicht nicht so ein Spießer.

Latein ist nicht nur dazu da, sich ein paar Fremdwörter aus anderen Sprachen besser zu merken. Außerdem können Sie, der Sie anscheins über keinerlei Lateinkenntnis verfügen, sich ein Urteil darüber – meiner Meinung nach – nicht erlauben.

Außerdem — um nochmal auf den Titel dieser Story zurück zu kommen — wie wollen Sie eine komplette Sprache abschaffen? Wollen Sie alle Leute, die heutzutage noch Latein lehren, lernen, sprechen und schreiben — und das sind mehr als Sie denken! Garantiert! — wollen Sie etwa alle diese Leute ausrotten? Dafür, dass Sie kein Latein mehr können, können die armen unschuldigen Lateinlehrer, -schüler und -professoren doch nichts, oder?

16. April 2009

Sollte man studieren?

Sollte man studieren? Ja? Oder lieber doch nicht? Diese Frage kam in mir auf, als ich anfing, “Lukians Traum” von Lukian von Samosata zu lesen, einem syrischen Satiriker aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Das jedenfalls meint Lukian persönlich dazu:

Ich hatte vor kurzem aufgehört, die öffentlichen Schulen zu besuchen, und das Alter, wo der Knabe sich in den Jüngling verliert, beinahe erreicht, als mein Vater mit seinen Freunden zu Rate ging, was für eine Profession er mich lernen lassen sollte. Die meisten erklärten sich sogleich gegen das Studieren; es erforderte, meinten sie, große Mühe, lange Zeit und nicht geringen Aufwand; es gehörten schon ziemlich glänzende Glücksumstände dazu; die unserigen wären gering und bedürften vielmehr einer schleunigen Nachhülfe. Wenn ich ein Handwerk erlernte, so würde ich mich gar bald durch meine Kunst selbst ernähren können und nicht nötig haben, so ein großer Bursche als ich schon sei, des Vaters Brot zu essen; ja es würde nicht lange währen, so würde ich meinem Vater selbst zum Troste sein und ihn durch meinen Erwerb unterstützen können.
[Lukian: Lukians Traum. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 6304
(vgl. Lukian-W Bd. 1, S. 1) (c) Aufbau-Verlag
]http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm]

Hmm, also ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber irgendwie gefällt mir dieser Schreibstil …

13. April 2009

Rapid webdevelopment with Django/Python

Das normale Webdeveloperleben sieht wohl so aus: Der eine macht das Design, der andere befasst sich mit der Programmierung. Vielleicht kommt dabei ja dann eine Templateengine zum Einsatz. Programmiert wird meistens in PHP. Aber wenn der Kunde Anforderungen hat, zum Beispiel ein webbasiertes Backend, mit dem er seine Inhalte pflegen kann, dann dauert das mit der PHP- Programmierung.

Aber jetzt gibt es Django (was heißt “jetzt” – Django gibt es schon eine ganze Weile) — ein Webframework in Python geschrieben. Damit ist “slow webdevelopment” Geschichte.

Hurra, Django wurde erfolgreich installiert!

“It worked.”: Django wurde erfolgreich installiert.

Und weil die ganze Chose so spannend klingt, habe ich sie mir dann mal auf meiner Ubuntu- Installation installiert. Python war standardmäßig schon dabei und auch Django musste ich nur noch aus meinem Paketmanager heraus installieren. Das Einrichten eines Projektes gelang nach anfänglichen Schwierigkeiten dann auch.

Mal sehen, ob das Ganze wirklich so gut ist, wie es immer gesagt wird …