25. July 2010
Heute läuft die Abstimmung, ob bei der Stadthalle in Heidelberg angebaut wird oder ob ein eigenständiger Neubau am Hauptbahnhof entsteht. Ich widme mich derweil schon wieder einem anderen Thema, nämlich: "Soll auf dieser Website ein Gästebuch eingerichtet werden?"
Update vom 25.7.2010 um 20:52 Uhr: Die Stadthalle wird NICHT angebaut! Jawoll! Richtig so!
Schon mehrfach bekam ich von Lesern meiner Website zu hören, dass die Einrichtung eines Gästebuchs doch ganz nett wäre. So könnte man ganz zwanglos einfach mal etwas zu der Website an sich sagen und müsste mir nicht gleich eine persönliche E-Mail schreiben oder sich immer auf einen speziellen Blogartikel von mir beziehen.
In diesem Sinne hier also meine Frage an die gesamte Leserschaft dieses Blogs: Ist ein Gästebuch erwünscht?
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22. July 2010
Aus höchst aktuellem Anlass wieder mal ein Gastbeitrag von Henriette Jung, diesmal zum Thema "Heidelberger Kongresszentrum: Stadthallen-Anbau ja oder nein?".
Update vom 25.7.2010 um 20:52 Uhr: Die Stadthalle wird NICHT angebaut! Jawoll! Richtig so!
Dieses Mal widme ich mich einem regionalen Thema.
Für die Nicht-Heidelberger eine kurze Erklärung:
Unser Bürgermeister Dr. Eckart Würzner plant, an die alte Stadthalle anzubauen, um mehr Platz für Kongresse u. ä. zu erschließen.
Alternativ dazu würde sich aber auch ein Standort in der Nachbarschaft des Hauptbahnhofs anbieten.
Nun ist in Heidelberg ein erbitterter Kampf der Altstadt- und Hauptbahnhofsbefürworter um die Wählerstimmen für die Abstimmung am Sonntag, den 25. Juli entbrannt.
Die Argumente der Anbau-an-die-alte-Stadthalle-Befürworter beziehen sich vor allem auf die finanzielle Lage unserer Stadt, an der die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbeigegangen ist.
- Die neuen Kongressteilnehmer würden öffentliche Verkehrsmittel, Hotels und Restaurants nutzen und so sicherlich die veranschlagten Kosten von 19 Millionen Euro im Nu wieder reinholen. Diese Summe ist überhaupt nicht haltbar, weil allein der Bau des geplanten Parkhauses schon 16 Millionen verschlingen würde. Wenn beim Bau desselben das alte Gemäuer der Stadthalle beschädigt wird, dann gute Nacht!
- Zweitens würde der Anbau an der Stadthalle Arbeitsplätze schaffen. Aber eigentlich ist es quantitativ gesehen völlig egal, ob diese Arbeitsplätze in der Altstadt oder am Bahnhof geschaffen werden.
- Drittens sei in den letzten Jahren die Anzahl der Kongressteilnehmer um 40% gesunken, was alarmieren und zu Veränderungen aufrütteln soll. Was mir aber vollkommen schleierhaft ist: Wenn es schon so wenig Teilnehmer sind, warum muss dann das Gebäude, in dem diese sich aus dem Weg gehen, noch größer werden?
- Viertens wäre die Lage direkt am “Verkehrsknotenpunkt” B37 - Neckarstaden sehr günstig für die Anfahrt. Aber was ist verkehrgünstiger gelegen als ein Gebäude direkt am Hauptbahnhof? Zumal man sich dann nicht mit Bus, Bahn oder Taxi durch die wegen der Sperrung der Ziegehäuser Landstraße ohnehin schon überfüllte Innenstadt quälen muss?
Warum unser Bürgermeister (der meiner Meinung nach nur auf der Suche nach seinem eigenen Denkmal ist) dann immer noch am Anbau an der Stadthalle festhält? Ich habe keine Ahnung. Mal sehen, was der Bürgerentscheid am Sonntag bringt…
18. July 2010
Der Blogeintrag zum Schülervorspiel, das am 22. Juni im Thadden mit freundlicher Unterstützung von Hannah stattfand: Impressionen eines durch und durch gelungenen Schülervorspiels in Form von einigen Bildern und einem Ausschnitt aus der Tonaufnahme.
“Was wird denn gespielt?”: Das Programm
Im Gepäck hatten wir einige der ganz alten Jazzstandards, als da wären:
- Autumn leaves von Joseph Kosma & Johnny Mercer
- Summertime von George Gershwin
- Moanin’ von Bobby Timmons
Es wird ernst: Der Auftritt
Wie schon gesagt: Das Schülervorspiel war — zumindest von unserer Seite aus — durch und durch gelungen. Es folgt erst ein Bild vom Probe-Einspielen — allerdings auch schon im Thadden — und dann einige Bilder vom Auftritt selbst: Zum Vergrößern bitte auf die kleinen Bilder klicken.
“Und? Wie klingt das ganze jetzt?”: Die Aufnahme
Ja, wie ist denn jetzt der Tonmitschnitt geworden? Ganz gut, wage ich mal zu behaupten. Sie wäre wahrscheinlich top geworden, wenn die Hannah mal richtig ins Mikro gesungen hätte. Dann hätte ich nämlich nicht das Klavier über das AKG mit aufgenommen, das dementsprechend das Piano total übersteuert aufgenommen hat. Naja!
Geschnitten wurde so gut wie nix, das Mastering bestand im Wesentlichen daraus, noch ein wenig Hall auf das AKG zu mischen und den Kompressor drüberrattern zu lassen.
Ihr könnt euch ja mal selbst ein Bild machen: Summertime von George Gershwin in einer Interpretation von Hannah und mir — mit kleiner vorausgehender Ansage von mir.
Kommentare sind herzlich willkommen!
15. July 2010
Hier die ersten Wochenlinks von der Zeit [nicht genau bekannt] - 15. Juli 2010. Ich hoffe, für jeden ist etwas dabei.
4. July 2010
Weil es mit dem Beitrag über das vergangene (und im übrigen sehr gelungene) Schülervorspiel am 22. Juni mit Hannah noch ein wenig dauert (Bilder komprimieren etc.), kommt jetzt schon mal, einfach dass hier mal wieder etwas passiert (ich hatte letzten Monat eine Besucherzählung am Laufen, deswegen hatte ich selbst meine Website wenn möglich nie besucht - wow, ca. 2300 Besucher in einem Monat - vielen Dank hierfür!!!) ein Gastbeitrag von Henriette Jung zum Thema "Atomkraft". Das Plädoyer wurde ursprünglich im SchülerVZ verfasst, die Autorin hat mir jedoch freundlicherweise die Genehmigung erteilt, das Plädoyer hier noch einmal abzudrucken. Vielen Dank!
Für die Abschaffung der Energiegewinnung durch Atomkraftwerke:
Wir haben bereits radioaktiven Müll produziert, der die Pyramiden von Gizeh überdauern wird und wir wissen immer noch nicht, wohin damit. Es wäre vollkommener Schwachsinn, noch mehr davon zu produzieren.
Kurzfristig lohnt sich die Atomenergie für die Stromkonzerne, aber langfristig hat sie den Staat im Einzelnen schon diese Kosten verursacht:
- Bau von Forschungsreaktoren
ca. 20 Mrd. €
- Öffentlicher Finanzierungsanteil an gescheiterten Projekten („Schneller Brüter“ Kalkar, WAA Wackersdorf, THTR Hamm-Uentrop, AKW Mülheim-Kärlich)
ca. 9. Mrd. €
- Castor-Transporte
3 Mrd. €
Hinzu kommen die laufenden Sicherheitsnachbesserungen, die mit dem zunehmenden Alter eines AKWs höher werden. Um den Skeptischen das Argument vorwegzunehmen, dass die Natur als Energielieferant sehr unzuverlässig sei, verweise ich auch auf die Störanfälligkeit eines AKWs: Störfälle kommen sehr häufig vor und das darauffolgende Abschalten und Wiederhochfahren ist sehr zeitintensiv. In dieser Zeit kann logischerweise kein Strom erzeigt werden, es wird zur Wiederinbetriebnahme sogar viel Strom aufgewand1. Wir erinnern uns: Der Einschaltstrom einer Glühbirne ist zehnmal stärker als der Nennstrom.
Der Wirkungsgrad eines AKWs ist sehr gering, rund zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie gehen zwischen dem AKW und dem Verbraucher verloren. Sehr teuer ist auch der hohe Energieaufwand, der zur Stromgewinnung nötig ist. So sind z.B. zur Deckung des Strombedarfs der französischen Urananreicherungsanlage Pierrelatte rund drei der vier Blöcke des benachbarten AKW Tricastin notwendig. Hinzu kommen 41 Mrd. kWh Gas- und 21 Mio. m3 Wasserverbrauch im Jahr.
Ist es das wirklich wert, nur um auf dem Gebiet der Energiegewinnung kein unnötiges Risiko eingehen zu müssen, das am Ende den Wähler verärgern könnte?
Meine Antwort darauf
Henriette,
du weißt ja gar nicht wie recht du hast! Nur schade, dass wir hier so wenig in der Gruppe sind, da hört dich ja keiner! Aber ein prima Plädoyer gegen Atomkraft! Hätte ich nicht besser schreiben können. Hast du dich am Ende von meinem “Rettet den Thunfisch”-Artikel inspirieren lassen? Wie auch immer, unter deiner Führung in ein paar Jahren wird das alles besser! Ich werde für dich stimmen!
Erneuerbare Energien vor! Zum Beispiel vor Berlin, wo da diese alten halbvermoderten Kasernen stehen, könnte man doch prima ein riesenhaftes Solarfeld aufbauen. Oder in Afrika! Die Frage ist nur, wie man den Strom dann zu uns bekommt. Aber du wirst da sicherlich noch eine uns alle und auch die nachfolgenden Generationen zufriedenstellende Lösung finden, da bin ich mir sicher!2
Mit kollegialen Grüßen,
Hans