Gestern habe ich mit dem Niklas und seiner Trompete einiges Audio-Material und auch ein kleines Video aufgenommen; wir wollten nämlich mal unser Glück bei dem "Jazzpreis Biberach" versuchen und probieren, ob wir mit den sonstigen Mitbewerbern dort mithalten können. Für die Bewerbung sollte man dann einige Audio-Dateien und auch ein oder zwei Youtube-Links mitschicken. Und da wir noch keinerlei Demo-Material je aufgenommen haben, haben wir das jetzt nachgeholt.
Um 2 Uhr habe ich also angefangen, den ganzen Kram aufzubauen. Mikrofon-Stative, die eigentlichen Mikrofone, Kabel, Laptop sowie das Audio-Interface. Eine Kamera hatte der Niklas dann im Gepäck, der dann gegen 3 Uhr auftauchte. Dann haben wir schon mal angefangen, einige Probeaufnahmen mit den Mikrofonen zu machen. Irgendwann holten wir dann von einem Nachbarn noch eine andere Kamera, da die doch viel bessere Aufnahmen als die vom Niklas machte. Kurz darauf kam dann noch der “Kameramann”, der sich als der Moritz aus dem vierstündigen Musik-Kurs, der letztes Jahr Abitur gemacht hatte, herausstellte. Das war vielleicht eine Überraschung, als wir uns wiedergesehen haben…
Dann haben wir noch fix das Video gedreht. Schließlich hieß es noch, die Ton-Spur, die die Mikrofone aufgenommen hatten, mit dem Video zu syncronisieren und schon war unser erstes eigenes Video fertig. Und hier ist es:
Die Aufnahmen
Bei der Session von gestern nachmittag sind von folgenden Stücken sehr gute Aufnahmen entstanden:
Herbie Hancock: Cantaloupe Island
Herbie Hancock: Chameleon
Eddie Harris: Cold Duck Time
Johnny Mercer, Joseph Kosma: Autumn Leaves (mit Video)
Sowie eine kleine Szene, die sich super für die Outtake-Sektion einer DVD von uns eignen könnte.
Benutztes Equipment
Audio-Interface: Focusrite Saffire 6 USB
Mikrofone: 1x AKG C1000 als Mono-Overhead fürs Klavier 1x Neumann TLM 102 in etwa 30 cm Abstand für die Trompete
Wir hoffen, euch gefällt das Video. Danke fürs Zuschauen.
Ganz großes Kino: Der gestrige Thadden TalentSchuppen! Darunter hat man sich ein normales Schülervorspiel vorzustellen, das bei uns im Thadden in der Aula stattfand. Wie immer waren dabei fast alle Klassenstufen vertreten und es waren echt vielversprechende Talente dabei. Wie's im Einzelnen war, lest ihr jetzt.
Dafür, dass die Musiklehrer vom Thadden erst Sorge hatten, ob das Schülervorspiel überhaupt stattfindet, weil sich so wenige angemeldet hatten, war das Programm hinterher dann doch mehr als reichlich: Zwei Hälften mit Pause zwischendurch und einer Gesamt-Spieldauer von circa 2 Stunden.
Niveau-mäßig war der gestrige Abend auch sehr erstaunlich: Klar, es gab schwächere und bessere Talente. Aber teilweise waren diese besseren bereits 6- oder 7-Klässler. Wirklich erstaunlich. Natürlich war auch der virtuose kleine Pianist wieder da, der - genau wie beim letzten Vorspiel auch - wieder seine gewohnt virtuose Show abgezogen hat. Ich hab noch zum Johannes Jäck gesagt: “Wenn der später nicht mal Musik 4-stündig nimmt, fress’ ich ‘nen Besen.” Darauf er: “Wenn der später mal nicht Musik studiert, fress’ ich ‘nen Besen!”
Schließlich, nach mehr oder weniger guten Show-Acts und der kleinen Pause waren schließlich der Johannes Jäck mit seiner Trompete und ich am Keyboard dran, eine Runde “Cantaloupe Island” von Herbie Hancock zu spielen. Da wir das Stück nicht allzu viel geprobt hatten, hatten wir dann beim Auftritt auch einige schöne Ideen bei der Improvisation. Danach spielten wir unsere relativ neue Entdeckung von Dave Weckl und Jay Oliver aus dem Bereich des Smooth Jazz mit Namen “Song for Claire” (von dem Album “Rhythm of the soul” von der “Dave Weckl Band”). Auch diese Nummer lief sehr schön über die Bühne.
Danach ging der Johannes von der Bühne und wurde von der Caro abgelöst, mit der ich zuerst “Kiss from a rose” von Seal spielte. Da wir diesen Song erst ungefähr seit einer Woche spielten und vielleicht insgesamt zwei Mal geprobt haben, hatten wir den Ablauf auch noch nicht so ganz verinnerlicht und die Caro hat dementsprechend manchmal ihre Einsätze ein wenig verpasst. Aber egal… “What’s love got to do with it” von Tina Turner, was wir dann gespielt haben, lief eindeutig flüssiger über die Bühne. Aber dann kam das große Finale:
Der Johannes kam dann nochmal auf die Bühne und wir spielten dann zu dritt noch eine Runde “I wish” von Stevie Wonder. Das war echt unglaublich, wie gut da das Publikum drauf war bei der Nummer. Nach den ersten zwei Takten dieser göttlichen Basslinie hat einfach der komplette Saal im Takt mitgeschnipst. Und wir auf der Bühne haben dann natürlich umso mehr abgefeiert. Das war echt ein würdiger Abschluss für den diesjährigen TalentSchuppen am Thadden.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle Beteiligten für den schönen Abend!
Zwei wesentliche Neuerungen gibt es auf der neuen Version 5.5 meiner Website zu sehen: Einmal die Nachrichtenleiste über der Website, die ein bißchen wie die von Youtube aussieht, die dort manchmal erscheint, wenn es irgendwas Wichtiges gibt. Zum zweiten dann der "Demnächst"-Kasten auf der Startseite, der ganz gezielt auf das nächste Ereignis im Termin-Kalender hinweist.
Die Nachrichtenleiste
Zum Vergrößern bitte auf das Bild links klicken. In einer mit einem sanften Blauton unterlegten Leiste über der Website erscheinen ab sofort kurze wichtige Nachrichten, die zu kurz für einen Weblog-Eintrag oder den “Demnächst”-Kasten sind. Als Anfang jetzt leider gleich die Mitteilung, dass das anders-Konzert im Palü am 26.11. ausfällt. :(
Realisiert wurde das ganze mit zwei verschachtelten Div-Containern, ein bißchen CSS und ein bißchen jQuery. Das erste Div geht über die ganze Breite, sodass der Farbverlauf über die ganze Bildschirmbreite zu sehen ist. Das innere Div hat eine genau festgelegte Breite von 960px und wird nach rechts und links zentriert, sodass der Text genau bündig mit dem Rest der Website anfängt. Das Schließen-Symbol rechts in der Leiste habe ich absolut positioniert (und zwar relativ zu dem äußeren Div, sodass es rechts genau bündig ist, wo auch der Rest der Website aufhört).
Ein bißchen jQuery sorgt nun dafür, dass die Leiste verschwindet, wenn man auf das Schließen-Symbol rechts klickt. Ein Cookie merkt sich diese Einstellung für eine gewisse Zeit, sodass die Leiste dann nicht mehr erscheint, wenn man einmal das Schließen-Symbol geklickt hat. Erst wenn man das Cookie löscht, erscheint die Leiste wieder.
Die “Demnächst”-Box
Hier erscheint der nächste Termin aus dem Termin-Kalender immer mit näheren Informationen.
Gestern habe ich in wechselnden Formationen bei der Jamsession im Jazzkeller "Palü" in MA-Seckenheim mitgemischt. Wie wars, erfahrt ihr jetzt.
Die Jamsessions im Palü sind generell immer so aufgebaut: Es gibt eine Vorband, die erstmal eine halbe bis dreiviertel Stunde spielt und danach wird dann gejammt.
Die gestrige Vorband war eine Dixie-Formation mit dem Namen “A-Train 905”, bestehend aus Keyboard, Tenor-Saxophon, Kontrabass und Schlagzeug. Die haben auch ganz gut Stimmung gemacht (unter anderem natürlich mit dem Klassiker von Jazzstandard “Take the A-Train”).
Danach wurde umgebaut, ich holte mein Keyboard auf die Bühne und dann wurde noch kurz ein Soundcheck hingelegt. Aus irgendeinem Grund hat es dabei dauernd gepfiffen auf den Bühnen-Monitoren. Und dabei waren die Mikrofone auf der Bühne nicht mal Kondensator-, sondern nur ganz normale Standard-SM58 (dynamisch). Dazu kam dann dieser ganz gräßliche Hall, der noch auf der Stimme war. Irgendwann hat dann der Veranstalter, der dem Tontechniker geholfen hat beim Soundcheck auf der Bühne, gesagt, der Tontechniker könnte mal ein bißchen weniger Hall auf die Mikrofone geben. Aber der hat den Hall dann ganz rausgedreht, sodass dann die Signale ganz trocken rüberkamen. :(
Danach - das Pfeifen auf den Monitoren war immer noch nicht behoben (ich glaube, es lag einfach an der recht hohen Lautstärke auf der Bühne, dass es dauernd gepfiffen hatte) - wollte ich dann mit Caroline Spratte (Lead-Gesang) und Johannes Jäck (Trompete) anfangen. Das scheiterte nur daran, dass mein Keyboard noch gemutet war und der Tontechniker - der allerdings glaube ich nie richtig Tontechnik studiert hat oder anders gesagt ein Laie ist - es nicht auf die Reihe bekommen hat, mal kurz den verdammten Taster für die “Mute”-Schaltung am Mischpult für meinen Keyboard-Kanal zu drücken, damit wir mal hätten loslegen können. Naja, nach ner Minute oder so war ich dann auch auf Sendung und es konnte losgehen: mit unserem Eröffnungskracher “I wish”, einem DER Klassiker von Stevie Wonder, von denen er so viele in die Welt gesetzt hat. Stevie, thanks for that amazing grooving song!
Danach spielte ich dann mit dem Johannes den “Song for Claire” von dem Fusionjazz-Schlagzeuger Dave Weckl: die perfekte Überleitung für das “Girl of Ipanema”, das die Anna (eine Sängerin, die ich durch eine vorherige Jamsession kennen gelernt habe) mit Axel (ein Jazzgitarrist, den ich durch die Anna kenne) und Johannes im Anschluss gespielt haben. Ein Klassiker von Jazzstandard, der unter anderem auch in dem Film “Blues Brothers” am Ende als Fahrstuhlmusik zu hören ist.
Dann war ein Solo von der Anna und mir angesagt: Der Jazzstandard “This masquerade”, so wie er von George Benson immer gespielt wird. Hier hatte ich irgendwie leichte Timing-Probleme mit der Anna, aber das hat anscheinend draußen im Publikum keiner gemerkt. Äffz! Dann haben die Anna und der Axel noch ein Stück zu zweit gespielt, bevor dann der Johannes und ich wieder dazukamen und noch zum Abschluss eine fetzige Summertime-Version (etwa in diesem Stil) hingelegt haben. Die zweite an diesem Abend, denn die Vorband “A-Train 905” hatte auch schon eine Summertime-Version vorgetragen, die allerdings deutlich einschläfender war als unsere.
Nach diesem schönen Abschluss war erstmal Ende der Fahnenstange, aber ich habe dann die Caro doch noch dazu überreden können, eine Runde “Beautiful” von Christina Aguilera zu spielen. Danke, Caro, an dieser Stelle nochmal an dich!
Dann gingen wir von der Bühne und es kamen andere Musiker auf die Bühne. Irgendwann kamen dann zwei Gitarristen, die auf einmal mit “Wonderwall” von Oasis angefangen haben. Bei diesem Klassiker wollte ich natürlich eigentlich voll miteinsteigen, aber blöderweise war mein Keyboard wieder gemutet und der Tontechniker war anscheinend zu beschäftigt, als dass er mein Keyboard mal kurz auf Sendung hätte schicken können. Schade… Ziemlich bald danach hab ich dann auch mein Zeug zusammengepackt, hab mich von allen, mit denen ich an diesem Abend zu tun gehabt hatte, noch verabschiedet und bin dann gegangen.
Rekapitulation jetzt: Trotz einiger Pannen war es eine schöne Jamsession, die im Großen und Ganzen doch sehr viel Spaß gemacht hat.
Heute um 15:00 Uhr und 17:30 Uhr hatten jeweils circa 50 Leute Gelegenheit, das 5-jährige Jubliäum der A cappella-Gruppe "anders" gemeinsam mit den Jungs zu feiern — im Salonwagen der RNV! Es wurde viel Kaffee und Kuchen genossen — aber natürlich haben die Jungs auch einige Lieder gesungen. Ich war dort mal wieder als Tontechniker verantwortlich. Wie's war lesen Sie jetzt.
Es war natürlich schon eine tontechnische Herausforderung, die Jungs in der Bahn abzumischen. Es gab keine Monitore und die Jungs hatten auch keine feste Position, sondern sind immer in der Bahn herumgelaufen, wie sie gerade lustig waren. Da hieß es für mich natürlich aufpassen, dass es nicht pfeift, wenn die Jungs mal in die Nähe der kleinen Lautsprecher kamen. Insofern waren die Fahrer der ersten Fahrt sozusagen meine Testkaninchen, um zu schauen, wie weit ich gehen konnte. Ich entschuldige mich hiermit für den gelegentlich nicht ganz so glatten Sound, den Sie vielleicht von den Jungs von richtigen Bühnen her kennen. Aber alles in allem war die erste Fahrt schon richtig gut — den Umständen entsprechend halt.
Aber die zweite Fahrt war dann noch mal ein ganzes Stücken besser. Jetzt, da ich die Anlage schon ein bißchen kannte, wusste ich, wo deren Grenzen lagen und konnte so einen etwas besseren Sound als bei der ersten Fahrt produzieren. Das Mischpult (ein Soundcraft EFX 8) mit seinem eingebauten Hall der Oberklasse (Lexicon!) tat sein übriges dazu. Wenn dann “Mad world” angestimmt wurde, konnte ich diesen Hall so richtig schön ausfahren. Das klang dann schon sehr gut!
Alles in allem: Ich bin zufrieden mit dem Konzert. Klar — es geht besser. Aber den Umständen entsprechend (wer kann schon von sich behaupten, eine Band mal in einer Straßenbahn abgemischt zu haben), war es doch ganz ordentlich.
An wem liegt das? Thunderbird oder Windows? Bitte weiterzulesen...
Zum Vergrößern des Bildes bitte auf selbiges klicken.
Na, das ist doch mal seltsam. Ich bekomme eine Mail um 16:53 Uhr, dabei zeigt mir die Computer-Uhr erst 16:52 Uhr an…
Ein weiterer kurioser Bug, diesmal von einem Antivirenprogramm, ist dieser hier:
Heute hat für mich wieder die Schule begonnen — mit dem traditionellen Anfangsgottesdienst. Ich hab natürlich auch wieder mitgemischt — wieder in dem gewohnten Trio bestehend aus Caroline Spratte, Lead-Gesang und Johannes Jäck, Trompete und meiner Wenigkeit am Klavier. Ein schöner Auftakt zum Schulbeginn!
Die Musiker bestanden neben unserem Trio noch aus zwei Gitarristen, einem Bassisten und einer weiteren Sängerin aus unserem Musikkurs. Wir saßen auf der Orgel-Empore. Verstanden hat man wegen der schlechten Tontechnik nicht allzu viel von dem, was die da unten geredet und gepredigt haben, gesehen hat man wenigstens dank der Video-Leinwand, die extra für uns oben auf der Orgel-Empore aufgestellt worden war.
Nach einer gewissen Zeit war der Auftritt der Gitarristen, dem Bassist und der Sängerin, die “One of us” von Joan Osborne performt haben. Das Besondere an der Sache war die Sängerin: Die singt nämlich eigentlich klassisch, hat aber mit ihrer Opern-Stimme trotzdem den Song richtig gut rübergebracht. War sehr cool!
Nach dem Segen war dann der Auftritt unseres Trios, diesmal mit dem Jazz-Standard “Misty”. Dafür, dass die Caro den Song vorgestern bei der Generalprobe das erste Mal richtig gesungen hat, lief der heute sowas von aalglatt über die Bühne, es war unglaublich. Bis auf einen kleinen Textpatzer am Ende, aber der war dann auch nicht schlimm. Die Leute haben gemerkt, dass wir Spaß bei der Sache gehabt haben und das war ja schließlich die Hauptsache. Da fiel die eine kleine Textunsicherheit nicht ins Gewicht.
Gegen Ende des Gottesdienst haben sich die Gitarristen mit der Sängerin dann nochmal hingesetzt und nochmal “One of us” gespielt. Als sie mich dann mit einer einladenden Geste gefragt haben, ob ich nicht auch mitspielen wollte, hab ich mich natürlich nicht lumpen lassen und hab mich nochmal ans Keyboard gesetzt und mitgespielt. Das Solo das eigentlich nur der Lead-Gitarrist gemacht hätte, haben wir uns dann netterweise geteilt. Eine schöne Jamsession war das, muss ich sagen! Geil…
Insgesamt: Ein schöner Auftakt zum letzten Schuljahr!
Vorgestern das Konzert in der Begegnungsstätte Karlsruhe-Grötzingen und gestern das gigantische Abschluss-Konzert im Heidelberger Karlstorbahnhof: Die A-cappella-Gruppe "anders" war zweieinhalb Wochen auf Tour quer durch Deutschland und hat mit diesen beiden Konzerten ihre Tour erfolgreich beendet. Ich habe sie bei den letzten beiden Konzerten in Karlsruhe und Heidelberg als Tontechniker begleitet.
Da vier von den fünf Jungs der Gruppe “anders” auf meine Schule gehen und drei von diesen vieren auch noch meinen Musikkurs besuchen (der im Übrigen der coolste Musikkurs auf dieser Welt ist! Aber das am Rande. —), kenne ich die Gruppe ganz gut und habe auch schon bei ein paar Konzerten das Vergnügen gehabt, hinter dem Mischpult zu sitzen und die Jungs live abzumischen.
Weil ich meinen Job dank meinem guten Gehör ganz gut mache (es gibt nichts schwierigeres im Tontechnik-Geschäft als das Abmischen einer A-cappella-Gruppe, das könnt ihr mir glauben), haben sie mich für die beiden letzten Konzerte ihrer Deutschland-Tour in Karlsruhe und Heidelberg gefragt, ob ich denn nicht wieder Lust hätte, dort als ihr Tontechniker zu fungieren. Natürlich hab ich zugesagt. Und rausgekommen ist in Karlsruhe ein sehr gutes (tontechnisch und musikalisch jetzt) und in Heidelberg ein bombastisches Konzert. Wie’s im einzelnen war, lest ihr jetzt.
anders-Konzert in der Begegnungsstätte Karlsruhe-Grötzingen
Gegen 12 Uhr bereits hieß es für mich aus Bammental abzufahren, um dann für den Aufbau, der um 14 Uhr beginnen sollte, pünktlich da zu sein. Die Fahrt hat bis Karlsruhe-Durlach auch ganz gut geklappt. Aber dann hab ich mich erst mal komplett verfahren, indem ich nämlich in einen Eilzug eingestiegen bin, der leider nicht in Karlsruhe-Grötzingen gehalten und bestimmt drei Stationen über mein Ziel hinausgeschossen ist. Als ich dann in Jöhlingen West ausgestiegen bin (so hieß das Kaff, wo der Eilzug als erste Station nach Karlsruhe-Durlach wieder gehalten hat), kam glücklicherweise aber gleich wieder ein Zug zurück, der dann auch in Karlsruhe-Grötzingen gehalten hat. So kam ich dann nur etwa 10 Minuten zu spät. Naja…
Die Anlage (PA & Monitore) war alles schon komplett aufgebaut, das Mischpult (ein dynacord-Powermixer CMS 1000-3) war auch schon verkabelt. Ich musste es nur noch mithilfe ein paar starken Jungs von der Bühne runter in den Zuschauerraum tragen. Ich wollte ja schließlich die anders-Leute nicht auf der Bühne abmischen, sondern auch was davon mitkriegen, wie der Sound beim Publikum ankommt.
Der Leih der Mikrofone (fünf Shure Handfunken), die für die Show gebraucht wurden, hat auch reibungslos geklappt. Die Mikrofone musste ich dann nur noch auspacken, anschließen und testen, ob sie alle nebeneinander funktionierten. Da dies der Fall war, war eigentlich nicht mehr viel für mich zu tun. Irgendwann war dann der Soundcheck und schließlich kam dann das Konzert. Das Programm musste kurzfristig noch etwas gekürzt werden, weil aus irgendeinem Grund nur eine Stunde für das Konzert angedacht war.
Jedenfalls lief das Konzert dann eigentlich ganz ordentlich über die Bühne. Bis auf die kleine Panne am Ende, wo das Mikro von Moritz auf einmal seinen Dienst versagte. Glücklicherweise hatte ich sowieso noch ein Funk-Mikrofon ans Mischpult schon angeschlossen, dass ich während dem Soundcheck als Talkback-Mikrofon benutzt hatte. Das wurde dem Moritz dann kurzerhand in die Hände gedrückt. Der letzte Song lief dann auch noch einigermaßen gut. Schließlich dann noch die letzte Zugabe, die sie (wie immer eigentlich) komplett ohne Technik gesungen hatte.
Alles in allem: Ein schönes Konzert, auch wenn der Raum etwas sehr verhallt war und der eingebaute Hall vom Mischpult auch nicht der beste war.
anders-Konzert im Karlstor-Bahnhof Heidelberg
Gestern dann war gegen 3 Uhr nachmittags aufbauen angesagt. Diesmal bekamen die Jungs von anders mikrofontechnisch zumindest bei den Headsets praktisch das Beste, was es derzeit auf dem Mikrofon-Markt gibt, nämlich DPA-Headsets. Die Handfunken für Bass und Beatbox waren wieder von Shure, aber das war dann auch egal.
Nach und nach tröpfelten die Jungs von anders ein, allesamt noch etwas verschlafen.
Der Soundcheck hat richtig Spaß gemacht. Da ich noch den Haustechniker zur Hand hatte, der mir so schöne Dinge wie Kompressor auf Bass und Beatbox noch eingerichtet hat, klang der Sound nachher fürs Publikum richtig schön fett. Und wir hatten noch einen edlen Lexicon-Hall zur Verfügung (in Sachen “Hall” gibt es praktisch nichts besseres als Lexicon), den ich dann je nach Bedarf dazumischen konnte.
Die Stimmung hinterher im Konzert war deutlich besser als in Karlsruhe (vielleicht, weil das Publikum nicht fast nur aus alten Leuten mit Hörgeräten bestand), der Saal war komplett ausverkauft (!), sodass sogar Leute noch stehen mussten (!!). Das Programm von anders beinhaltete einige neue Sachen wie “In my Place” (Coldplay) oder ihren neuen Kracher “Warum”, den sie selbst geschrieben hatten und von dem ich jetzt seit gestern einen Ohrwurm habe… Grrr… :D
Nach dem Konzert holte ich dann noch die Mikrofone aus dem Backstage-Bereich vor die Bühne zum Abbau. Dann war mein Job getan. Müde bin ich dann heute gegen 1 Uhr nachts ins Bett gefallen.
Fazit: Ein wirklich superbes Publikum, ein fetter Saal-Sound, gute Laune bei den Künstlern, was will man mehr?
Die letzten beiden Tage waren für mich mit viel Musik verbunden: Vorgestern erst das Konzert von Joe Cocker & Band im Großen Elzpark, Mosbach. Gestern abend dann das Musikfest bei uns in der Ringstraße. Jetzt mit Fotos!
Joe Cocker im Großen Elzpark, Mosbach
Zu diesem Event bin ich mit einem sehr guten Freund von mir gegangen. Für alle, die vielleicht auch nochmal in den Großen Elzpark gehen wollen: Die Adresse, die in Google Maps angegeben wird, wenn man nach “Großer Elzpark Mosbach” sucht, ist falsch. Der Große Elzpark ist im Wasemweg.
Obwohl es auf der Hinfahrt nach Mosbach wie aus Kübeln gegossen hat, war es dann in Mosbach das ganze Konzert über trocken. Überall waren Wolken, nur über dem Großen Elzpark war so ein einziges riesiges Loch, durch das man den blauen Himmel gesehen hat. Super Bedingungen für ein open-air-Konzert!
Die Stimmung war großartig, der Park war richtig knackevoll. Pünktlich um 8 Uhr kam dann die Vorband, die allerdings nicht richtig überzeugen konnte. Wie in der SAP-Arena kam dann etwa eine Stunde später Joe Cocker mit seiner Band auf die Bühne. Die Besetzung war fast die selbe wie schon in der SAP-Arena in Mannheim, nur hatte er diesmal meines Erachtens zwei andere Background-Sängerinnen dabei.
Der Sound: war eigentlich auch ganz gut, nur das Schlagzeug hat mich nicht richtig überzeugt. Die Overheads und die Toms klangen etwas seltsam, aber gespielt hat der Schlagzeuger echt gut, und das ist ja eigentlich das Wichtigste. Aber sonst: ein knackiger Bass, eine schön kratzende Gitarre, ein schönes Keyboard, ein fetter Synthesizer, eine röhrende Hammond-Orgel, zwei exzellente Background-Sängerinnen, ein schön abgemischtes Saxophon, ein druckvoller Cocker, was will man mehr? Zusammenfassend: GEIL! Die 50 Euro, die die Karte gekostet haben, haben sich auf jeden Fall wieder voll gelohnt. Und der Gesamtlautstärke-Pegel war auch - dadurch, dass das Konzert open-air war - durchaus erträglich.
Das Programm: war so ziemlich das selbe wie schon in der SAP-Arena: Einige Songs vom neuen “Hard Knocks”-Album, darunter der Titel-Song sowie “Unforgiven”, dann die ganzen Klassiker wie “Summer in the City”, “N’oubliez jamais”, “You are so beautiful” oder “When the night comes” oder “Feelin’ Alright”. Und natürlich “With a little help from my friends” von den Beatles mit dem wohl berühmtesten Schrei der Rockgeschichte. Ganz zu schweigen von der wieder mal genialen Cover-Version von “Come Together”, welches ebenfalls von den Beatles ist.
Fazit: Wieder mal ein gigantischer Auftritt von dem auch schon nicht mehr ganz jungen Cocker, der wieder gezeigt hat, dass er, je älter er wird, immer besser wird!
Musikfest in der Ringstraße 2011
Gestern dann hieß es gegen halb eins Uhr mittags, für das Musikfest bei unseren Nachbarn aufzubauen. Einige Pavillons wurden aufgebaut, die ganze Technik wie Powermixer, Monitore (die nicht so richtig toll geklungen haben) und Hauptboxen (die haben dafür umso geiler geklungen) sowie die Beleuchtung für die Bühne wurde aufgebaut, dann kamen noch die Instrumente wie mein Keyboard und ein Schlagzeug, sowie einige Gitarren dazu. Und natürlich einige Mikrofone.
Gegen 5 Uhr ging es dann mit den kleineren Kindern los. Dann war ich eigentlich mit der Hannah dran, aber die fiel leider wegen Krankheit aus. Also habe ich mit der Henriette, die auch wieder da war, noch ganz spontan, nachdem wir monatelang nicht mehr geprobt hatten, eine Runde “Summertime”, “Lover Man” und eine sehr funky Version von “Autumn Leaves” gespielt. Später, als ich dann noch “Killing me softly” angespielt hatte, kam sie auch noch mal auf die Bühne und dann haben wir das auch noch gespielt. Schön wars! Nach mir bzw. uns kam dann die erste Band “Herzintakt”.
Danach war ich wieder dran, diesmal mit dem Gastgeber, mit dem ich zusammen noch zwei Songs von Helge Schneider interpretiert habe. Die richtige Verkleidung hatte er sogar auch! Hier ein Vorher-Nachher-Vergleich:
Auch das war sehr lustig. Dann ging es weiter mit der neu gegründeten Formation “F.O.U.R.”, die so in Richtung Fusion-Jazz einige Sachen gespielt hatte. Auch sehr geil. Und dann natürlich noch “Lost & Found”, die Rockband aus unserer Straße, die noch die alten Klassiker wieder gecovert haben. Einige von der Besetzung waren auch auf dem Joe Cocker-Konzert in Mosbach.
Dann kam ich nochmal mit meiner Mutter dran, was von Kreisler vierhändig auf dem Klavier spielen.
Danach hatte ich noch das Vergnügen, mit dem Schwager der Gastgeberin, den ich erst am selben Abend überhaupt kennen gelernt hatte und der mich nach meiner Performance mit der Henriette gefragt hatte, ob ich so ein zwei Sachen mit ihm machen wollte, nochmal “Summertime” und “Misty” zu spielen. Dafür, dass das ganze völlig ungeprobt war, hat es super geklappt. Cool!
Danach - es war schon nach Mitternacht - wurde noch ein Geburtstagsständchen für die Gastgeberin gesungen (ich habe am Klavier begleitet), die heute ihren 50sten Geburtstag feiert.
Dann wurde die Technik abgebaut und man verabschiedete sich allmählich. Heute morgen dann wurden noch die Pavillons wieder abgebaut und der Garten noch ein wenig aufgeräumt, danach gab es noch ein Reste-Essen von gestern. Die Steffi, eine Nachbarin, mit der ich beim letzten Musikfest auch schon was gespielt hatte, hatte auch noch äußerst göttliche Pizzabrötchen gebacken, die wirklich hervorragend geschmeckt haben. Dann löste sich die Runde irgendwann auf und jeder ging seiner Wege.
Fazit: Wieder ein sehr schönes Musikfest, auch wenn das mit meiner Perfomance (ursprünglich mal mit Johannes Jäck und seiner Trompete, nachdem dieser abgesagt hatte dann mit der Hannah als Sängerin und als die auch noch abgesagt hatte schließlich mit der Henriette als Sängerin) eigentlich ganz anders geplant war. Ich freu mich schon auf nächstes Mal!
Bildmaterial von meinem Vater gibts demnächst ab jetzt auf Flickr. Den Ton hab ich diesmal nicht mitgeschnitten.
Am 20. + 21. Juni 2011 war Lee Ritenour, der berühmte Jazz-Gitarrist, zu Gast im A-Trane Berlin. Ich hatte das Glück, bei beiden Malen dabei zu sein. Hier ein kurzer Bericht im Nachhinein.
Die Begleitband bestand aus Dave Grusin an Flügel und Keyboards, Melvin Davis am Bass sowie Sonny Emory am Schlagzeug. Die Stimmung war klasse, der Laden war voll und die Musiker waren gut drauf. Also stand einem genialen Abend nichts mehr im Wege. Und so wurde es dann auch: Langsam mit einer Etüde fingen sie das Konzert an, steigerten sich dann immer mehr mit Klassikern wie “Wes Bound” oder “RioFunk” und kamen mit dem groovigen Kracher “Lay It Down” vom neuen Album “6 String Theory” zu einem extravaganten Höhepunkt, der aus dem Schlagzeug-Solo von Sonny Emory bestand. Da hat der Kerl dann beweisen können, was er drauf hatte: Stick Tricks ohne Ende, es war der pure Wahnsinn! Das muss man einfach selbst gesehen haben. Also: Wer nicht da war am Montag oder am Dienstag: Selbst schuld!
Während ich am Montag mit meiner Cousine und meinem Onkel der Session beigewohnt hatte, habe ich am Dienstag die Eltern meines Cousins überreden können, dass er auch mitkommen durfte. Da er gerade Schlagzeug lernt, wäre das doch bei dem fulminanten Solo vom Schlagzeuger allzu schade gewesen, wenn er das nicht wenigstens einmal gesehen hätte. Hinterher war mein Cousin genauso begeistert von dem Konzert wie ich. Es war SUPER !!!
Und nächste Woche am Dienstag / Mittwoch kommt der Schlagzeuger Poogie Bell ins A-Trane. Als Begleitband hat er Patches Stewart (Trompete), Keith Anderson (Saxophon) und Bobby Sparks (Keyboards) am Start. Jammerschade, dass ich nicht dabei sein kann.